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Reiseberichte vom Fliegenfischen

Fliegenfischen in Lienz, Oesterreich

Jan und Thomas waren in Lienz


fliegenfischer jan thomasMit dem Nachtzug angereist und eine Stunde vor Ankunft in Spittal-Millstättersee erlebten wir ein imposantes Naturschauspiel. Morgens um 5 Uhr Blitz und Donner, anhaltende heftige Regengüsse, überall schwarze Gewitterwolken. Einerseits ein wunderbares Erlebnis, andererseits machten wir uns leicht sorgevolle Gedanken um die möglichen Auswirkungen auf die Gewässer und die Fischerei.
fliegenauswahl thomasBei Ankunft und dem freudigen Wiedersehen mit unseren Gastgebern der „Sonne“ verabredeten wir uns bald mit dem Gewässerbesitzer zu einem gemütliche Kaffee und seinen verlässlichen Gewässerberichten. Frohen Mutes sind wir dann nach dem Mittagessen mit unserem Mietauto ans Wasser gefahren.
Die kleine Drau zeigte sich von ihrer besten Seite. Etwas mehr Wasser als im Herbst und von den Regengüssen leicht angetrübt. Beste Voraussetzungen für erfolgreiches Nymphenfischen. Es dauerte nicht lange bis zum ersten guten Fisch. Eine Regenbogenforelle, knapp unter der Halbmetermarke nahm die fängige Hydropsychennymphe.
Inzwischen zeigte sich die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel und wir verbrachten einen schönen und erlebnisreichen Tag am Wasser. Bei milden Temperaturen und spätabends verwöhnten wir uns mit einem feinen Abendessen.
fliegenfischen aescheAm nächsten Tag fuhren wir nach Kärnten an die Möll. Auch die Möll führte mehr und leicht angetrübtes Wasser. Neben vielen Bachforellen und einer starken Äsche dann grosses Kino: an einem breiten, langsam fliessenden Pool nahmen Bachforellen an der Oberfläche. Vorsichtig und mit langem Vorfach präsentierte ich meine Trockenfliege. Nichts. Mehrere Versuche und auch eine andere Fliege brachten keinen Erfolg. An meiner Kappe steckte noch die Spinne, die mir Jan freundlicherweise geschenkt hatte und um die sich kurz darauf die Bachforellen aeschendrillgestritten haben. Je heftiger präsentiert, desto kürzer war die Spinne auf dem Wasser - ich habe Tränen gelacht.
Für den dritten Tag haben wir uns für die Schlucht im Villgratenbach einschreiben lassen. In traumhafter Natur haben sich Jan und ich an den zahlreichen Pools vergnügt, bis ein kleines Bächlein, welches richtig braunes Wasser führte, uns die Freude nahm. Da nach dem Mittagessen der Bach immer noch trüb war, besuchten wir das berühmte Aquarium weiter oberhalb am Villgratenbach. Im klaren Wasser erlebten wir dort eine schöne Sichtfischerei mit der Trockenfliege und der Nymphe.
Zum Schluss unseres Kurzurlaubes fischten wir nochmals in der kleine Drau die nach den nächtlichen Niederschfliegenfischen forellelägen ziemlich angetrübt war. Der Fischerei konnte dies nichts anhaben und wir verbrachten einen weiteren erlebnisreichen Fischertag. Mit  schönen Regenbogenforellen und Äschen bis 47 cm. Ich bin alle Jahre auf’s neue überrascht, welch gute Fische dieser schöne Bach beherbergt.
Beim abschliessenden Abendessen mit dem Gewässerbesitzer waren wir so in unser Gespräch vertieft dass wir beinahe den Zug nach Hause verpassten. Schön war’s in Lienz!
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