Fliegenfischerkurs Tessin
Fliegenfischerkurs Ticino, Schweiz
Written by Thomas Diener
Fliegenfischerkurs Tessin vom 16. bis 18. September 2011
Fast eine Stunde vor Kursbeginn erreichten wir das Tessinerdörfchen Lavorgo. Sonne und spätsommerliche Temperaturen luden zu einem Espresso in der Gartenwirtschaft unseres Hotels ein. Wir plauderten über mögliche Fangstrategien, Fangaussichten, über Gewässerstrukturen der umliegenden Bäche und Flüsse. Schon bald stand einer der Gäste, welcher uns beim Gespräch zugehört hatte auf und setzte sich zu uns. Dies wirkte wie ein kleiner Dominoeffekt und zwei Minuten danach sass die gesamte Gruppe am gleichen Tisch.
Beim gemeinsamen Mittagessen besprachen wir den Kursablauf, den wir dem eher mässigen Wettervorhersagen anpassten. Nach einem vorzüglichen Essen und dem Zimmerbezug machten wir uns auf den Weg zum Wurftraining.
Eine kurze und idyllische Bergfahrt führte uns zu einem schön gelegenen Fussballplatz, umgeben von Tessiner Bergen.
Gleich nach der Materialausgabe und der Wurfdemonstration des Instruktors wurden schon konzentriert die ersten schönen Schlaufen geworfen. Bei diesem Wurftraining ging der Kursleiter individuell auf die einzelnen Teilnehmer ein. Diese reichten von Anfänger, welche die Basis vom Grundwurf vermittelt bekamen bis zu den Fortgeschrittenen, welche am Doppelzug und an nützlichen Trickwürfen arbeiteten. In den ersten drei Stunden waren schon deutliche Fortschritte erkennbar und dies sorgte für viel Freude und Heiterkeit in der fleissigen Gruppe.
Im typischen Tessiner Grotto „Due Ponti“ in Giornico liessen wir den Anreisetag ausklingen.
Am Samstagvormittag standen die Wasserwürfe, der Drill eines Fisches sowie die verschiedenen Präsentationstechniken mit der Trockenfliege und der Nymphe an. Diese fischereitechnischen Lektionen machten uns fit für den Fluss Brenno, den wir nach dem Mittagessen unter Anleitung unseres Instruktors befischten. Der angekündigte Regen setzte ein, konnte unserer guten Stimmung jedoch nichts anhaben. Das Wasser blieb klar und es konnten einige Bachforellen und sogar eine Äsche mit der Fliege überlistet werden.
Traditionsgerecht liessen wir uns auch am zweiten Abend in einem Grotto verwöhnen. Während dem leckeren Abendessen wurden die einzelnen Erlebnisse des Tages ausgetauscht, spannende Fliegenfischergeschichten erzählt und der ausgelassener Stimmung gerecht bereits künftige Abenteuer geplant.
In der Theorielektion, welche am Sonntag nach dem Frühstück stattfand, wurden wesentliche Themen rund ums Fliegenfischen behandelt, weitere Fragen beantwortet und es bestand die Möglichkeit, das eine oder andere Requisit zu erwerben.Mit den neuen Infos machten wir uns auf an den Fluss Ticino, welcher mit den kurzen Läufen und den kleinen Pools eine neue Herausforderung an die Präsentation der Fliege erforderte. Da und dort schnappte trotz anhaltenden Regen die eine oder andere Bachforelle nach der Trockenfliege.
Nach einem kleinen Lunch direkt am Wasser endete dieser abwechslungsreiche und trotz viel Regen schöne Fliegenfischerkurs. Ein herzliches Dankeschön geht an die Kursteilnehmer, welche viel für die ausgelassene und gute Stimmung beigetragen haben.
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